05 Dec 2026 • 3 min read
Geistliche Balance
Von der Wichtigkeit ausgewogener Ernährung
Stefano

Kennst du auch solche Typen, die fast jeden Tag bei McDonald’s essen und sich viel zu viel Junk-Food reinziehen? Eine solche Ernährung ist natürlich nicht besonders gesund, aber man isst halt meistens das, worauf man gerade Bock hat. Und das ist für gewöhnlich eher ein saftiger Burger als eine durchsichtige Gemüsesuppe mit Brot. Das große Problem dabei ist, dass die Abwechslung fehlt! Wer nur fettige, proteinhaltige Kalorienbomben konsumiert und die Mineralstoffe und Vitamine beiseite lässt, der ernährt sich definitiv ungesund.
Es soll jetzt natürlich nicht um die optimalen Verhältnisse von Nahrungsmittelbestandteilen gehen, sondern um die Anwendung auf unser Glaubensleben. Denn auch dort laufen wir immer wieder Gefahr, unausgewogen zu leben. Ein Beispiel gefällig? Liest du mehr im Alten oder im Neuen Testament? Die meisten Christen lesen öfter im Neuen Testament, weil sie denken, es sei wichtiger und aktueller für uns. Dann gibt es aber auch solche, die lesen nur noch ermutigende Psalmen – oder noch besser: nur noch Jesu Worte in den Evangelien. Das alles sind Beispiele für Einseitigkeit. Man liest das, worauf man gerade am meisten Lust hat. Man maßt sich an, die Bibel in wichtige und weniger wichtige Bücher einzuteilen. Doch das ist gerade das, was Gott nicht will. In 5. Mose 4,2 sagt er: “Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete.“
Es gibt auch noch andere Gebiete, in denen wir Gefahr laufen, uns geistlich einseitig zu ernähren. Es ist genauso ungesund, wenn du fast ausschließlich betest oder nur noch Bibel liest. Und wer das Wort Gottes auf dem Nachttisch verstauben lässt und stattdessen nur noch Bibelkommentare oder christliche Romane liest, dessen Ernährungskonzept ist ebenfalls höchstens von zweit- oder drittklassiger Qualität.
Schon vor gut 3000 Jahren hat Salomo erkannt, wie wichtig dieses Thema ist. In Prediger 3 schreibt er, dass alles seine bestimmte Zeit hat: „Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit, und Ausreißen des Gepflanzten hat seine Zeit; Töten hat seine Zeit, und Heilen hat seine Zeit; Abbrechen hat seine Zeit, und Bauen hat seine Zeit; Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit.“
Genauso soll auch für uns gelten: Altes Testament lesen hat seine Zeit und Neues Testament lesen hat seine Zeit. Bibellesen hat seine Zeit und Beten hat seine Zeit. Die Gemeinde besuchen hat seine Zeit und das persönliche Glaubensleben hat seine Zeit. In diesem Sinn wünschen wir dir in jeder Hinsicht ein gut ausbalanciertes Christenleben.
“So achtet nun darauf, zu tun, wie der HERR, euer Gott, euch geboten hat; weicht weder zur Rechten noch zur Linken ab.” 5Mose 5,32
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