29 Dec 2026 • 4 min read
Beweg dich!
Warum Sport dich auch geistlich weiterbringt
Stefano

Bist du der typische Chiller und hängst gerne einfach mal rum? Kannst du dich nur schwer aufraffen, mal Sport zu machen? Oder lebst du sogar in intensiver Hingabe an die Schwerkraft und kriegst deinen Hintern kaum hoch? Dann bist du ein typischer „Couch-Potato“. Aber weißt du eigentlich, dass körperliche Aktivität nicht nur Privatvergnügen für Übermotivierte, sondern auch wichtig für deine geistliche Gesundheit ist?
Wir Menschen brauchen Bewegung, das ist Fakt. Wir sind schlicht und einfach nicht für dauerndes Rumsitzen in Büros und vor Flachbildschirmen konzipiert. Jahrtausendelang war die Welt diesbezüglich in Ordnung. Höhenunterschiede in Kaufhäusern wurden mit den eigenen Füßen statt in Aufzügen überwunden. Berge wurden erklettert statt mit der Seilbahn erobert und zu den wöchentlichen Gemeindestunden ist man häufig kilometerweit gelaufen. Viele von Menschen erfundene Hilfen, die Bewegung komfortabler machen, erweisen sich nun zunehmend als Hindernis für eine gesunde Lebensweise. Wen wundert es da noch, dass Krankheiten, die auf Bewegungsmangel zurückzuführen sind, weltweit auf dem Vormarsch sind?
Was man dagegen unternehmen kann, hat schon der Schriftsteller Theodor Fontane vor über hundert Jahren herausgefunden: „Luft und Bewegung sind die eigentlichen geheimen Sanitätsräte.“ Was wollte er damit sagen? Statt sich Medikamente reinzubuttern, um alle möglichen Folgen von körperlicher Faulheit abzumildern, könnte man einfach wieder mal regelmäßig Sport treiben!
Aber warum ist das jetzt auch für einen Christen so wichtig?
Erstens hatten auch die alten Römer mit „mens sana in corpore sano“ nicht unrecht: Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper. Und zweitens illustriert uns der Sport auch sehr gut die Jesus-Nachfolge. Ganz konkret: Wenn du etwas beitragen kannst, um deinen Körper gesund und fit zu halten, schaffst du gute Voraussetzungen, um dem Herrn besser dienen zu können. Du wirst nicht mehr so müde sein, du kannst besser schlafen, du überwindest stückweise körperliche Trägheit, deine Stimmung wird gebessert usw. Außerdem lernst du v.a. durch Ausdauersportarten, deine Willenskraft zu trainieren, eine Sache durchzuziehen, Schmerz zu ignorieren und das Ziel im Auge zu behalten. Und das brauchst du auch für deinen Lebenslauf mit Jesus Christus.
Wenn du keine Motivation dazu hast, dann gibt es einige einfache und hilfreiche Tipps, die dir den Einstieg erleichtern. Das Wichtigste ist: klein anfangen! Trainiere nicht direkt für den Ironman, sondern fang zum Beispiel mit einem Kilometer Joggen pro Tag an. Zieh das aber wirklich durch, denn so kannst du eine Routine (ganz wichtig!) aufbauen. Du wirst dich fast unbemerkt Schritt für Schritt steigern und schon bald läufst du locker fünf Kilometer, ohne auf der Intensivstation zu enden.
Interessanterweise liefert uns auch die Bibel Praxistipps zum Thema laufen, z.B. in Hebräer 12,1: „Deshalb nun, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, lasst auch uns, indem wir jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde ablegen, mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf“. Einerseits sollen wir also Vorbilder haben und gemeinsam laufen, andererseits alle Hindernisse ablegen. Such dir einen Laufpartner, wenn du dich alleine nicht motivieren kannst. Lege alle Barrieren zur Seite, indem du z.B. früh ins Bett gehst, dir abends die Kleider bereit legst und dir vor dem täglichen Joggen nicht den Magen vollstopfst.
Während du dann Sport machst, wird dir die eigentliche Bedeutung des o.g. Verses klar: Jesus-Nachfolge geht nur mit Ausdauer und ohne Hinkelsteine auf dem Rücken! Und wenn du beim Wandern das Gipfelkreuz erkennst und die Beine auf einmal leichter laufen, erlebst du am eigenen Leib, warum Hebräer 12,2 ein echter Motivator ist: „... hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens“.
Das wirkliche Ziel deines Lebens im Auge zu behalten und diesem „Ziel nachzujagen“ (Philipper 3,14), um den Kampfpreis zu bekommen, das ist für den Glaubenslauf noch viel wichtiger als für die nächste Bergtour! Also: Lass dich bewegen, dich zu bewegen. Es ist ganz sicher ein Segen!
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