09 Oct 2026 • 3 min read
Fehler machen als Christ
… wie Gott aus unserem Mist Dünger macht
Stefano

„Kein Fisch ohne Gräten, kein Mensch ohne Fehler“ – logisch, oder? Dass jeder Mensch fehlbar ist, kann man sicherlich nicht als brandneue Erkenntnis vermarkten. Doch wie ist das bei uns Christen? Wir haben eine besondere Verantwortung. Wir sollen wie Lichter in der Welt scheinen. Wir wollen anders sein. Leider tun wir trotzdem manchmal Dinge, die uns wirklich alles andere als hell strahlen lassen. Und unser Umfeld sieht diese Fehler ganz genau. Also was tun? Fehler vertuschen, als wäre nichts gewesen? Besser nicht. Entscheidend ist, wie wir mit unserem Versagen umgehen. Denn Gott will uns sogar durch dunkle Momente unseres Lebens noch die Möglichkeit schenken, hell zu leuchten!
Ein Fehler kann für uns das Sprungbrett sein, mal ganz ehrlich zuzugeben: „Da hab ich Mist gebaut.“ Das fällt gar nicht so leicht, oder? Aber genau das ist das Geheimnis! Jeder Mensch weiß, wie schwierig es ist, sich aufrichtig zu entschuldigen. „Schein-Entschuldigungen“, die mehr eine Rechtfertigung unseres Handelns als ein echtes Bekenntnis sind, kriegt jeder noch hin. Aber nur wenige Menschen bitten ehrlich um Verzeihung. Seinen eigenen Egoismus zuzugeben, kostet ganz schön Überwindung. Aber es kann unser Umfeld, sei es in der Schule, in der Uni oder auf der Arbeit, ziemlich beeindrucken.
In einer Welt voller Scheinheiligkeit wundern sich die Menschen über eine heilige Ehrlichkeit. Und dann haben wir einen genialen Anknüpfungspunkt! Wir können davon erzählen, was Gott in uns bewirkt hat. Durch uns selbst sind wir keine besseren Menschen. Wir machen Fehler. Und gerade deshalb brauchen wir unbedingt Gottes Gnade, die uns vergibt und gefallene Leute wieder auf die Beine stellt. Weil wir aus uns selbst heraus eben kein Stück besser leben können als der Durchschnittsmensch von heute, hat Gott uns in Christus ein neues Leben geschenkt. In seiner Kraft tun wir das Gute, losgelöst von ihm sind wir zu fast allem Schlechten fähig. Und gerade solche Zeiten, in denen wir nicht mit Jesus leben, zeigen ganz deutlich, dass wir jeden Tag auf Gott angewiesen sind.
Solche Eingeständnisse öffnen Menschenherzen. Viele Menschen wollen bessere Leute werden – und schaffen es nicht. Angesichts vieler gescheiterter Renovierungsversuche des modernen Menschen kann der Christ die großartige Message verkünden: „Ich schaffe es auch nicht, aber Gott schafft es in mir“ oder, um es biblisch zu sagen: „Durch Gnade bin ich, was ich bin.“
Eine so andersartige Botschaft macht unsere Mitmenschen neugierig. Es ergibt sich vielleicht ein Gespräch. Wir können dann auch von Petrus, David und anderen biblischen Personen erzählen, die so gar keine typischen „Helden“ waren, aber von Gott für Großartiges benutzt werden konnten. Das eröffnet eine Perspektive für jeden, egal, wie sehr er sich selbst auch als Versager fühlen mag.
Auch Christen werden immer wieder Fehler machen. Aber deinen Umgang damit kann Gott zu seiner Ehre nutzen. Und allein das ist doch schon eine unvorstellbar große Gnade!
„Daher, wenn jemand in Christus ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ 2. Korinther 5,17
„Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt.” Kolosser 3,9–10
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