Skip to content

18 Oct 2026 • 3 min read

Gottes Speiseplan

Will Gott, dass wir vegetarisch leben?

  • Stefano
    Stefano

„Beim Verzehr von täglich 100 Gramm rotem Fleisch steigt das Darmkrebsrisiko um 17 Prozent!“ Fleisch stand schon lange im Verdacht, in zu großen Mengen gesundheitsschädlich zu sein. Als aber die Weltgesundheitsorganisation zu diesem Schluss kam, hagelte es Kritik für unsere geliebten Grillsteaks und weitere Vertreter ihrer Gattung. Die Medien berichteten davon und viele Leute fragten sich, ob man jetzt überhaupt noch Fleisch essen dürfe. Der Ökotrend pusht zudem die umweltbewusste Lebensweise und – angesichts der elenden Folgen der durch menschliche Gier und Egoismus fabrikmäßig betriebenen Massentierhaltung – auch ein umweltbewusstes Ernährungskonzept. Viele der Argumente sind plausibel und die Bedenken hinsichtlich unseres bisherigen Speiseplanes berechtigt.

Was bedeutet das für einen Nachfolger Jesu? Sollen wir jetzt alle zu Vegetariern werden?

Wenn Christen vor einer Frage stehen, ist der Griff zur Bibel das Naheliegendste. Doch darin finden wir leider keine Agenda zum Thema Essen. Auch wenn dies überaus praktisch wäre, legt Gott uns keinen Speiseplan vor. Die Bibel zeigt uns aber einige Grundprinzipien, die für das Thema Ernährung wichtig sind. Einerseits verurteilt Gott in seinem Wort deutlich die Triebkräfte, die zu unserer falschen Lebensweise und dem damit verbundenen grausamen Umgang mit seiner Schöpfung geführt haben. Andererseits lesen wir in 1. Korinther 6,13: „Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen.“ Gott zeigt uns hier, dass das Essen grundsätzlich einfach mal für den Bauch da ist. In diesen Worten liegt eine realitätsbezogene Besonnenheit, die man bei vielen selbsternannten Ernährungsaposteln unserer Zeit vergeblich sucht. Vielfach wird die Frage nach dem richtigen Essen nämlich zu einer Religion gemacht und bekommt damit einen Stellenwert, den Gott diesem Thema niemals gegeben hat. In 1Timotheus 4 wird angekündigt, dass es Leute geben wird, die verbieten, gewisse Speisen zu genießen, die von Gott geschaffen wurden. Der Heilige Geist betont dann, dass alles, was Gott geschaffen hat, gut ist, wenn es mit Danksagung zu sich genommen wird. Wenn man solche Verse liest, wundert man sich nicht mehr über das vermehrte Aufploppen gewisser überzogener Ernährungstrends. Die Bibel warnt uns vor solchen falschen Geboten oder Verboten und ruft stattdessen zu einem besonnenen Umgang auf.

Zusammengefasst: Wir dürfen uns über Ernährung informieren und sollen uns gesund sowie im Respekt gegenüber Gottes Schöpfung ernähren, aber wir sollten diesem Thema nicht eine Wichtigkeit geben, die es für Gott gar nicht hat.

„Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von keinem beherrschen lassen. Die Speisen für den Bauch, und der Bauch für die Speisen; Gott aber wird sowohl diesen als auch jene zunichte machen.” 1Korinther 6,12–13

„Wirkt nicht für die Speise, die vergeht, sondern für die Speise, die bleibt ins ewige Leben, die der Sohn des Menschen euch geben wird.“ Johannes 6,27

Hast du weitere Glaubensfragen?

Hier findest du Antworten, die weiterhelfen.


Gottes Speiseplan