20 Nov 2026 • 4 min read
Lebensmittelvergiftung
Wie Mehl und Holz unser geistliches Leben entgiften können
Stefano

Vor Lebensmittelvergiftungen hat wohl jeder Respekt. Deshalb treffen wir auch die nötigen Vorkehrungen und meiden z.B. abgelaufene Eier oder Tiramisu von letzter Woche. Doch wie gefährlich sind solche Vergiftungen überhaupt? Ein Blick in die Statistik zeigt: In Europa gibt es jährlich 23 Millionen Fälle von Lebensmittelvergiftungen, wovon aber nur 0.02% tödlich enden… scheint bei uns in Europa also keine grosse Gefahr zu sein.
Doch es gibt noch eine viel schlimmere Art der Vergiftung und die betrifft unser geistliches Leben. Eine verfaulte Beziehung zu Gott hat viel krassere Konsequenzen für unser Leben als einen Tag Durchfall und Erbrechen! Tun wir hier auch genug, um uns vor solchen Magenverdrehern zu schützen?
In unserem Leben bekommen wir ständig neuen Input. Das können neue Bücher, coole Videos oder interessante Lehren sein, von denen wir nicht direkt wissen, was wir von ihnen halten sollen. Eine beliebte Haltung ist, einfach mal das Neue auszuprobieren. Man merkt ja schon früh genug, ob es ein guter oder schlechter Einfluss ist. Meint man... Doch ist das wirklich ein gutes Konzept? Ist das nicht ziemlich gefährlich? Wenn wir uns leichtsinnig einem Gesundheitsrisiko aussetzen, kann das krasse Konsequenzen für unser geistliches Leben haben! Vielleicht bist du auch schon mal zu weit gegangen und hast dich mit etwas "vergiftet". Doch wie kommen wir aus solchen Situationen heraus, und wie können wir Giftiges rechtzeitig erkennen? Schauen wir uns dazu zwei biblische Geschichten an, in denen man auch ohne Magenspülung oder Antibiotika alle Giftstoffe restlos entfernt hat:
Die erste finden wir in 2Könige 4,38-41. Elisa und seine Studenten in der Prophetenschule waren hungrig und ließen eine Suppe zubereiten. Einer ging aufs Feld, fand ein unbekanntes Kraut und warf es in den Gemüsetopf. Als sie mit dem Essen begannen, gab es plötzlich einen lauten Schrei: "Der Tod ist im Topf!" Das Kraut sah bestimmt interessant aus, duftete gut und versprach ein echtes geschmackliches Upgrade zu sein. Die Realität sah anders aus: die Suppe war vergiftet - genauso wie auch eine neue, scheinbar weiterführende Lehre oder ein neuer geistlicher Trend unseren Glauben kaputt machen können.
Die Lösung von Elisa: “Holt Mehl her”. Und wirklich: Das Mehl in der Suppe machte die Sache wieder geniessbar. Was hat uns das zu sagen? In der Bibel, das sehen wir besonders bei den Anweisungen bzgl. der Opfer im Alten Testament, symbolisiert Mehl das Leben unseres Herrn Jesus Christus! Sowohl sein Charakter als auch sein Verhalten waren genauso rein, fein und perfekt wie pures, flach gestrichenes Mehl, da gab es keine Unebenheiten oder Beimengungen. Wenn wir also eine Lehre oder einen Trend beurteilen wollen und uns vielleicht sogar mit etwas "vergiftet" haben, dann ist das Leben von Jesus das ultimative Lösungsmittel. Allein Er kann eine toxische Lebenssituation "entgiften". Wenn wir ihn anschauen und dann prüfen, ob eine Sache mit ihm zu tun hat, mit seinem Charakter zusammen passt und nach ihm "schmeckt", dann erkennen wir, was giftig und was gesund ist.
Übrigens: es bringt einfach nichts, wenn wir eine scheinbare Geschmacksverbesserung mit dem Tod bezahlen.
Die zweite Geschichte steht in 2Mose 15,22-25: Das Volk Israel lief durch die Wüste und hatte schrecklichen Durst. Sie kamen an eine Quelle. Das Wasser dort war aber bitter und damit ungenießbar, bis Mose ein Stück Holz hinein warf, wodurch es süss wurde. Das bittere Wasser illustriert uns Dinge, die unser Leben verbittern. Dies können z.B. harte Lebensumstände, dauernder Stress oder auch eine einseitige geistliche Trinknahrung mit unangenehmen Nebenwirkungen sein. Wenn wir nun das Holz hineinbringen, wird es süss. Die Parallele für heute: Wir Christen kennen ein Holz, das lebensverändernde Wirkung hat. An diesem Holz hat einer gehangen, der dort für deine und meine Schuld bezahlt hat. An diesem Holz ist Christus gestorben. An diesem Holz hat Gott seine ganze Liebe und Heiligkeit gezeigt. Dieses Holz ist das Kreuz von Golgatha.
Die Beschäftigung mit Christus in seinem Leben und Sterben ist Prophylaxe und Entgiftungsmittel zugleich. Sie wird uns vor schädlichem Input beschützen und jede Bitterkeit unseres Lebens versüßen.
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Hier findest du Antworten, die weiterhelfen.
Bibelstellen:
- Hohelied 2,15
- 1Petrus 2,24