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15 Oct 2026 • 3 min read

Achtung Gefahr!

Wie du mit Warnsignalen umgehen solltest

  • Stefano
    Stefano

Du bist ziemlich zügig auf der Autobahn unterwegs. Deine Kumpels erwarten dich. Du freust dich auf das gemeinsame Wochenende. Plötzlich blinkt eine Warnleuchte auf: Der Tank ist bald leer. Wie reagierst du? Versuchst du das Zeichen irgendwie auszuschalten und fährst gemütlich weiter? Oder klebst du ein Panzertape drüber und drehst die Musik lauter, um den Warnton zu übertönen und dich abzulenken? Kein Bock auf Stress ... ? Nein! In so einer Situation hält jeder halbwegs orientierte Mensch Ausschau nach der nächstgelegenen Tankstelle, bevor man auf offener Strecke stehen bleibt.

Aber wie ist das im geistlichen Leben? Viele Christen schrecken bei blinkenden Leuchten im Auto auf, ignorieren aber alle Warnsignale, die Gott ihnen schickt, und machen ihm dann im Nachhinein sogar Vorwürfe für die verzwickte Situation, in die sie sich selbst hineinmanövriert haben. Schade, denn wie beim Autofahren, so ist es auch im Leben eines Christen: Warnsignale sind äußerst nützlich!

So gibt es ein typisches Warnsignal, das uns zeigt, dass mit unserer Beziehung zu Gott etwas nicht in Ordnung ist: Appetitlosigkeit. Man hat keine Lust mehr auf Gottes Wort, sondern liest es nur noch ab und zu, „weil man das als Christ halt so macht“. Petrus vergleicht das Bibellesen mit einem neugeborenen Kind, das richtig Lust auf Muttermilch hat: „... wie neugeborene Kinder seid begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, damit ihr durch diese wachst zur Errettung, wenn ihr wirklich geschmeckt habt, dass der Herr gütig ist“ (1Pet 2,2–3). Wenn ein Säugling keine Milch mehr haben will, wird das schnell zu einer Notfallsituation. Denn nicht zu essen bedeutet nicht zu wachsen. Unscheinbarer, aber genauso bedrohlich ist es, wenn wir im Glaubensleben einen Wachstumsstopp durch Unterernährung haben. Also … wenn du merkst, dass du keinen Bock mehr auf Bibellesen hast, müssen die roten Lampen angehen!

Doch wie kann es überhaupt zu geistlicher Appetitlosigkeit kommen? Meistens verdirbt ein Leben in Sünde den Geschmack. Nicht umsonst zählt Petrus in den Versen vor dem Muttermilch-Tutorial einige Dinge auf, die wir ablegen sollen: Bosheit, Betrug, Heuchelei, Neid, übles Nachreden (1Pet 2,1). Wenn du zum Beispiel dauernd andere beneidest oder schlecht über Mitchristen redest, schadet das deiner Beziehung zu Gott, und Bibellesen und Gebet werden zu einer Pflichtübung.

Was tut man am besten in so einer Situation? Ignorieren ist keine Option. Vergleiche deinen Status quo mit früheren Zeiten, als du noch eine lebendige Beziehung zu Gott hattest und dir das Lesen seines Wortes noch richtig Freude machte. Tue Buße und bitte Gott darum, wieder echten Hunger zu bekommen. Dann verspricht er dir: „Tu deinen Mund weit auf, und ich will ihn füllen.“ (Ps 81,11)

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