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25 Aug 2026 • 5 min read

Moral - Was ist das?

Und die Moral von der Geschicht’: Mensch, alleine kannst du’s nicht!

  • Stefano
    Stefano

Der Begriff Moral hat nicht gerade das größte Charisma. Wer würde schon gerne den Ruf haben ein „Moralapostel“ zu sein? Kein sonderlich attraktives Label. Andererseits, wer würde gerne aktives Mitglied einer „unmoralischen“ Gesellschaft sein? Irgendwie ist uns doch klar, dass eine funktionierende Gesellschaft auch ein schlüssiges Moralkonzept braucht. Doch was ist eigentlich Moral?

Laut Duden beschreibt dieser etwas staubige Ausdruck „die Gesamtheit von ethisch-sittlichen Normen, Grundsätzen, Werten, die das zwischenmenschliche Verhalten einer Gesellschaft regulieren, die von ihr als verbindlich akzeptiert werden.“ Nun, so weit so gut. Ein bisschen griffiger könnte man sagen: Moral beschreibt das, was gut und böse bzw. was richtig und falsch ist. Aber so richtig hilft uns das auch nicht weiter. Wie kommt man denn eigentlich auf die Gesamtheit dieser Normen, Grundsätze und Werte? Laut dem Philosophen Friedrich Nietzsche gibt es „keine ewigen Tatsachen, so wie es keine absoluten Wahrheiten gibt“. Somit sei auch die Moral „geworden, wandelbar und schwankend“. Lass uns mal schauen, ob diese Aussage wünschenswert und haltbar ist, ganz besonders dann, wenn wir den lebendigen Gott in unsere Überlegungen einkalkulieren …

Nietzsches Aussage ist, wenn wir sie mal bis zum Ende durchdenken, ziemlich heftig. Seine Definition von Moral gibt letztlich nämlich einen beängstigend weiten Handlungsspielraum. Denn ohne absolute Wahrheit sind schließlich auch die sogenannten „menschlichen Werte“ komplett relativ. Die Moral passt sich sozusagen dem Menschen an. Je nach Zeit, je nach Kultur, je nach Lust und Laune. Doch wenn wir mal aufrichtig die Menschheitsgeschichte rekapitulieren, merken wir, was das für krasse Ausmaße annehmen kann! Man denke sich in die moralische Dunkelkammer des Nationalsozialismus zurück. Die Menschen damals waren reihenweise davon überzeugt, das Richtige zu tun. In der Rückschau sind wir uns heute einig: Sie lagen komplett daneben … Aber: nach welchen verbindlichen Maßstäben beurteilen wir das eigentlich?

Generell müssen wir uns fragen: Ist es überhaupt irgendwann mal gelungen, unabhängig von Gott ein Wertesystem zu entwickeln, das in sich stimmig, verbindlich und anerkannt ist? Ist es gelungen, ein schlüssiges Konzept zu entwerfen, das die Menschen übereinstimmend als verbindlich akzeptierten? Wenn wir ehrlich sind – nicht wirklich. Unser deutsches Grundgesetz ist zwar (noch) von der jüdisch-christlichen Ethik geprägt, doch wir sehen innerhalb der Bevölkerung inzwischen große Meinungsverschiedenheiten und regelmäßige Gesetzesanpassungen und -änderungen. Welche Grundlage haben nun die Politiker, um für das Volk Entscheidungen nach verbindlichen moralischen Werten zu treffen? Und auf welcher ethischen Basis triffst du eigentlich deine alltäglichen Entscheidungen?

Häufig handeln wir im Alltag nach unserer Intuition. Und wenn wir dabei etwas tun, von dem wir eigentlich genau wissen, dass es falsch ist, fühlt sich das im Nachhinein meistens ziemlich doof an. Bestimmt kennst du das nicht erst, seitdem du Christ bist. Das Empfinden für richtig und falsch haben wir deswegen, weil das Geschöpf von seinem Schöpfer mit einem Gewissen ausgestattet worden ist. Der Mensch ist von Natur aus also befähigt, zwischen gut und böse zu unterscheiden. Doch wie justiert sich dein Gewissen? Was ist die unfehlbare Instanz, die als persönlicher Schleifstein dient? Zweifelsohne üben Gesellschaft und Kultur einen großen Einfluss aus. Wären letztere aber dein ethischer Zollstock, stünde deine persönliche Moral auf sehr wackligen Beinen, da sich unsere Gesellschaft ständig verändert.

Als Christen kennen wir dagegen eine Instanz, die höchste Autorität über unser Leben hat und sich gleichzeitig niemals verändert: GOTT. Und wie dankbar können wir sein, dass er uns seine verbindliche und unveränderliche Ethik in der Bibel offenbart hat! Durch das Studium seines Wortes lernen wir Gott und seine perfekte Moral immer besser kennen. Wir bekommen einen klaren Blick auf die Geschehnisse unserer Umwelt und sind im Sturm der Zeit fest verankert. Den moralischen Zerfallserscheinungen unserer westlichen Kultur begegnen wir mit gesegneter Verbindlichkeit und dürfen durch unser Leben mit Gott bezeugen: Das funktioniert richtig gut!

In der Bibel gibt es dazu eine interessante Geschichte: Da kommt jemand zu Jesus, den man so aus menschlicher Sicht wohl als feinen Kerl bezeichnen würde. Er macht zunächst einen recht frommen Eindruck, weil er Jesus als „Lehrer“ anspricht und ihn fragt, was er Gutes tun soll, um ewiges Leben zu bekommen. Die Antwort des Herrn ist anders, als wir zunächst erwartet hätten. Indirekt macht er dem Fragenden deutlich, dass seine Gesinnung gar nicht so vorbildlich ist, wie er selbst meint. Jesus stellt nämlich klar: Gott allein ist gut. Davon leitet sich ein Prinzip ab, das auch für uns gilt: Gott bestimmt als einziger, was gut und was böse ist. Er ist die einzige und ideale Autorität, um moralische Grundsätze festzulegen, da er in seinem Wesen durch und durch gut ist und seine Macht deshalb nicht missbraucht, wenn er als Gesetzgeber auftritt.

Die Realität um uns herum zeigt ziemlich eindrücklich: Wo Gottes Autorität geleugnet wird, kommen die Menschen auf die wildesten und abgefahrensten Ideen oder wie Dostojewski sagte: „Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt.“ Gerade bei Themenkomplexen wie Sexualität, Ehe und Familie wirkt sich die moralische Orientierungslosigkeit unserer Zeit besonders eindrücklich und dramatisch aus. Das Wertekonzept, das aus Gottes Sicht gut und schützenswert ist, wird nach und nach zerstört und durch eine antichristliche Agenda ersetzt. Was vor 50 Jahren noch verpönt war, wird heutzutage als fortschrittlich und erstrebenswert gehypt und gepusht.

Wie dankbar können wir Christen sein: Inmitten eines moralisch-ethischen Chaos‘ dürfen wir nicht nur wissen, wie Gottes Gedanken sind; wir können aus der Kraft eines neuen Lebens auch danach leben. Die Frucht davon ist ein von Gott gesegnetes Leben – für uns und unsere Mitmenschen. Und ... was noch viel bedeutsamer ist als unser Wohlergehen: ein Leben zur Verherrlichung unseres wunderbaren Gottes!

„Und dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: dass Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm ist.“ 1Johannes 1,5

„Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem!“ Jesaja 5,20

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