Skip to content

02 Dec 2026 • 3 min read

Musik

Teufelszeug oder Gottesgeschenk?

  • Stefano
    Stefano

Umfragen zufolge hören drei von vier Leuten regelmäßig Musik. Sie versüßt uns lange Autofahrten, unterhält uns bei eintöniger Arbeit und erfreut uns sogar schon frühmorgens in Form einer Weckmelodie (wobei die Freude bei den einzelnen Hörern je nach Uhrzeit unterschiedlich stark ausgeprägt ist). So vielfältig wie die Musikstile sind auch die Meinungen von Christen zu diesem Thema. Die Frage liegt daher auf der Hand: Was sagt die Bibel zum Thema Musik?

Im Alten Testament findet man Musik an zahlreichen Stellen. Viele Psalmen zum Beispiel waren ursprünglich Lieder, die regelmäßig gesungen wurden, also so eine Art jüdische Evergreens für alle möglichen Anlässe. Besonders spannend ist die Wirkung von Musik dabei auf König Saul. In 1. Samuel 16,23 lesen wir, dass jedes Mal, wenn der böse Geist über Saul kam, Folgendes geschah: „So nahm David die Laute und spielte mit seiner Hand; und Saul fand Erleichterung, und es war ihm wohl, und der böse Geist wich von ihm.“ Vielleicht kennst du auch die Situation, dass dich etwas bedrückt und Musik, die du dann hörst, dich beruhigt, sodass du nach dem Hören eines bestimmten Liedes einfach wieder besser drauf bist.

Eine etwas andere Situation finden wir bei Paulus und Silas im Gefängnis von Philippi. Wie muss es ihnen gegangen sein, als sie um Mitternacht in einem finsteren Kerker gefangen waren? Doch statt zu verzweifeln, fingen die beiden an, zu beten und zu lobsingen. Musik bzw. Lieder waren in dieser Situation eine Art persönlicher Stärkung und Ausdruck ihres Glaubensvertrauens.

Ein anderes sinnvolles Einsatzgebiet von Musik zeigt uns Jakobus 5,13: „Leidet jemand unter euch Trübsal? Er bete. Ist jemand guten Mutes? Er singe Psalmen (od. Loblieder).“ Musik ist also auch ein Kanal, um seine gute Stimmung passend auszudrücken. Wenn wir also gut drauf sind, brauchen wir nicht emotional auszurasten, ein Gebrüll wie im Fußballstadion zu veranstalten oder ein Bier nach dem anderen zu konsumieren, sondern können als Christen einfach von Herzen ein Loblied singen, um unserer Freude Luft zu machen.

Wir sehen also: Musik ist nicht nur eine Nebenbeschäftigung, sondern kann auch zum Lob Gottes oder zur Beruhigung und Ermutigung dienen. Sie ist eine Art Knotenlöser und kann uns helfen, Emotionen passend zu verarbeiten.

Stichwort Emotionen: Ein sehr gutes Prüfkriterium für Musik ist die Wirkung, die sie auf dich ausübt. Wenn du nah bei deinem Herrn lebst, spürst du schnell, ob etwas passt oder nicht passt bzw. in welche Stimmung die Musik dich versetzt. Der Heilige Geist leitet dabei unser Empfinden und gibt uns auch die Kraft, Musik mit Texten oder Stilen, die Gott verunehren, in den Müll zu schmeißen. Bei allem Teufelszeug, was der Fürst dieser Welt nämlich durch die künstlerische Szene verbreitet hat, dürfen wir nicht vergessen: Musik ist eine wunderschöne Erfindung des Schöpfers für uns Menschen. Und als göttliches Tool für die Seele dürfen wir sie auch regelmäßig benutzen „ sei es zum Lob Gottes oder „nur“ zur Ablenkung während einer Autofahrt.

„Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott; die Gefangenen aber hörten ihnen zu.“

Apg 16,25

Hast du weitere Glaubensfragen?

Hier findest du Antworten, die weiterhelfen.