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17 Jul 2026 • 3 min read

Natürlich leben

Back to the roots

  • Stefano
    Stefano

Je moderner und technisierter die Welt wird, desto mehr Stimmen werden laut, die einen natürlicheren Lebensstil fordern. Es gibt Bücher und Webseiten zu diesem Thema und in Deutschland sogar einen Verein mit dem Namen „Natürlich leben e.V.“. Doch was bedeutet es überhaupt, natürlich zu leben?

Wenn es um einen natürlichen Lebensstil geht, gibt es verschiedene Ansichten. Der vorhin erwähnte Verein z. B. sagt, dass „eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen im Mittelpunkt steht“. Als Christen interessiert es uns aber nicht so besonders, eine der vielen menschlichen Ideen zu diesem wichtigen Thema zu studieren, sondern zu sehen, was aus Gottes Sicht „natürlich“ ist. Denn in der Bibel finden wir das entscheidende Prinzip, das für ein natürliches, Gott wohlgefälliges Leben essentiell ist. Abseits von Aminosäuren, ungesättigten Fetten und Low-carb-Lifestyle zeigt uns der Schöpfer dort nämlich, was überhaupt Leben ausmacht und wie es von oben her gedacht ist.

Wenn man die Bibel von Beginn an liest, merkt man schnell, dass dieses Buch sehr anders aufgebaut ist als z. B. eine Predigt oder ein Blog. Denn Gott startet nicht gleich mit der Kernbotschaft (z.B. „Jesus Christus ist für euch gestorben“), sondern erzählt die für uns relevanten Dinge ganz von vorne: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.“ Zunächst wird beschrieben, wie die Welt und die Menschen entstanden sind, und dann berichtet Gott, wie alles Geschaffene zueinander in Beziehung gesetzt worden ist.

Wenn die Bibel den Anfang unseres Seins so deutlich schildert, ist das sicher auch für unser Leben wichtig. Daher argumentiert Paulus in 1Korinther 11,14 auch: „Oder lehrt euch nicht schon die Natur …“ Es gibt also auch aus Gottes Sicht etwas Natürliches, von dem wir lernen können. Dieses Natürliche ist der von Gott gedachte Normalzustand – wie die Dinge ursprünglich gedacht und gemacht waren. Diesen göttlichen Standard finden wir in der Schöpfung. Als Christen sollen wir uns also nicht daran orientieren, wie die Menschen heute leben, sondern „back to the roots“ gehen – also ständig einen Rückblick in Gottes herrliche Schöpfung und die damit verbundenen Ordnungen tun. Gott hat sich etwas Wunderbares dabei gedacht, als er Natur und Menschen schuf, denn schließlich hat der Allmächtige das Fazit unter sein schöpferisches Handeln gesetzt: „... alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1. Mose 1,31).

Lass dich daher darauf ein, wie der unendlich weise und kreative Gott sich deine Existenz auf diesem Planeten gedacht hat, und erlebe, dass es auch im verrückten 21. Jahrhundert noch eine gesegnete Natürlichkeit gibt.

„... von Anfang an aber ist es nicht so gewesen“ – Jesus Christus zu den Pharisäern über ihre moderne Interpretation von Ehe in Matthäus 19,8

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