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06 Oct 2026 • 3 min read

Wer das liest ...

… ist nicht doof

  • Stefano
    Stefano

Lesemuffel und Leseratten – sie könnten kaum unterschiedlicher sein. Die einen haben schon Mühe eine A4-Seite Text zu lesen, während die anderen Buch um Buch verschlingen. Aber wie sieht es eigentlich bei dir aus? Gehörst du eher zu ersteren? Und warum ist Lesen – besonders für uns Christen – so wichtig?

Hand aufs Herz, wann hast du das letzte Mal ein Buch von vorne bis hinten durchgelesen? Und wann hast du im Gegenteil dazu das letzte Mal einen kompletten Film gesehen? Wenn das Lesen des Buches länger zurückliegt als das Konsumieren des Filmes, dann geht es dir wie den meisten Leuten heutzutage. Lesefaulheit ist zumindest bei jungen Leuten eine Volksseuche geworden. Es ist einfach bequemer und kurzweiliger, sich die zweistündige Verfilmung eines Buches reinzuziehen statt einen 500-Seiten-Schinken zur Hand zu nehmen. Und je weniger wir lesen, desto anstrengender wird es. Es fällt uns zunehmend schwerer, lange Texte am Stück zu lesen, außerdem können wir uns kaum noch auf das Gelesene konzentrieren.

Als Christen haben wir nun ein riesiges Problem: Die Bibel ist voll mit Texten – die auch noch oftmals lang sind. Und größtenteils auch noch anspruchsvoll zu lesen. Deshalb erfordern sie unsere volle Aufmerksamkeit. Puh … müssen wir jetzt aufgeben und uns nur noch von YouTube-Botschaften ernähren?

Schon im Alten Testament finden wir die Aufforderung, sich intensiv mit Gottes Wort zu befassen. So wird Josua zum Beispiel ermutigt: „Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst darüber nachsinnen Tag und Nacht, damit du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinem Weg Erfolg haben, und dann wird es dir gelingen“(Jos 1,8). Als Christen haben wir also auch ein großartiges Versprechen: Wer Gottes Wort regelmäßig liest und danach lebt, dessen Leben gelingt! Die Betonung liegt dabei auf „liest“ – diese verbindliche Richtschnur für ein funktionierendes Leben gibt es nämlich nicht als Verfilmung. Am Lesen führt daher kein Weg vorbei und wie so oft gilt: Ohne Fleiß kein Preis!

Wenn es sich aber so sehr lohnt, dann sollten wir loslegen und diese einmalige Chance nutzen.

Was kannst du jetzt also tun, wenn du willst, aber nicht kannst? Wenn dein „Lesemuskel“ aufgrund mangelnden Trainings bereits so verkümmert ist, dass dir dieser Text jetzt schon zu lang wird?

Fang wieder mit dem Lesen an, aber mach kleine Schritte. Zum Beispiel ein halbes Kapitel Bibel pro Tag. Mit der Zeit erhöhst du auf ein Kapitel. Nach drei Monaten kannst du locker zwei Kapitel aufnehmen. Du wirst schnell merken, wie sich deine Lese- und Konzentrationsfähigkeit verbessert! Du lernst Gott und dich selbst besser kennen. Du erkennst auf einmal viel mehr Gottes Willen. Du erlebst, wie Gott persönlich durch dein Wort zu dir spricht. Der Fleiß führt dich dann zur Freude und was am Anfang mühsame Arbeit war, ist auf einmal echter Genuss.

„Forscht nach im Buch des HERRN und lest!“ Jesaja 34,16

Hast du weitere Glaubensfragen?

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