Skip to content

02 Nov 2026 • 3 min read

Von Manna und Süßigkeiten

Alles mit Maß und Ziel

  • Stefano
    Stefano

Wenn du kleinen Kindern eine XXL-Box Haribo hinstellst und plötzlich ungeplant den Ort des Geschehens verlassen musst, staunst du bei deiner Rückkehr nicht schlecht über die kindliche Leistung der Süßigkeiten-Aufnahme, in diesem Fall gemessen an der Menge konsumierter Süßigkeiten pro Zeiteinheit. Man muss nicht Medizin studieren, um zu wissen, dass diese Ernährungstechnik auf Dauer alles andere als gut für die Gesundheit wäre. Was die Kleinkinder herrlich, die Oma süß und der berentete Nachbar unbedenklich finden, tut objektiv betrachtet einfach nicht gut. Sind Süßigkeiten deswegen an sich schlecht? Nein!

Machen wir einen gewaltigen Zeitsprung zurück und lesen nach, wie das Volk Israel nach jahrelanger Wüstenwanderung über den Speiseplan maulte: „Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Wir erinnern uns an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, an die Gurken und die Melonen und den Lauch und die Zwiebeln und den Knoblauch.” (4. Mose 11,4b–5) Hatten sie denn nicht genug zu essen? Es fiel doch täglich das Manna vom Himmel, dieser himmlische Kuchen, mit dem Gott sein Volk Morgen für Morgen versorgte! Doch das Volk murrte und dachte an die ägyptischen Delikatessen zurück. Sind Gurken etwas Böses? Und Lauch und Zwiebeln und Knoblauch? Nein, natürlich nicht. Aber für das Volk Israel wurden es Dinge, die sie nach Ägypten zurück zogen.

Auch in unserem Glaubensleben gibt es solche „Goodies“, die zwar an sich nicht schlecht sind, uns aber je nach Situation und Menge schaden können. Zum Beispiel Sportsendungen. Zugucken, wie sich 11 Spieler gegenseitig einen Ball zuschieben, ist keine Sünde! Doch wenn dein Wochenende nur noch aus Fussballgucken besteht und du deine Pflichten und – noch viel schlimmer – dein Glaubensleben deswegen vernachlässigst, dann solltest du dir ernsthaft Gedanken über die Prioritäten machen und wieder mal überlegen, was für ein Ziel du im Leben eigentlich hast!

Paulus geht sogar so weit zu sagen: „Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde.“ (Römer 14,23b) Wenn du merkst, dass du eine Sache nicht mit gutem Gewissen vor Gott machen kannst, dann lass die Finger davon! Gott gönnt uns gerne auch mal eine Portion Entspannung und schenkt uns dazu irdische Dinge, die wir aus der Beziehung zu ihm heraus benutzen können – z.B. Sport, Musik, ein guter Film ... Wenn uns die selbstgewählten Freizeitbeschäftigungen aber weg von Gott und zurück in die Welt ziehen wollen, dann ist es an der Zeit, einen Schnitt zu machen. Aussortieren und Wegwerfen, was vor Gott nichts taugt.

Gerade für uns jüngere Leute sind soziale Medien inzwischen die Süßigkeiten mit dem größten Gesundheitsrisiko. So sehr, wie mir WhatsApp und Co. nützlich sind, so können z.B. Instagram und Facebook meinem Glaubensleben auch zum Schaden sein. Scrolle doch mal durch die Liste deiner Instagram-Abos und prüfe im Gebet vor Gott, welchen Kanälen du wirklich folgen solltest. Bereichern diese Channels dein geistliches Leben oder verführen sie dich sogar zur Sünde? Räum doch wieder mal auf und sortiere das unnötige Zeug aus. Denn wenn du unnötige und schädliche Inputs aus deinem Leben entfernt hast und deine Freizeit wieder mit Gott planst, wirst du etwas Wunderbares feststellen: Je weniger Süßes du konsumierst, desto mehr Appetit bekommst du auf das himmlische Bibel-Food, das Gott dir so gerne schmackhaft machen will.

Hast du weitere Glaubensfragen?

Hier findest du Antworten, die weiterhelfen.


Warum zuviel Süsses ungesund ist