08 Dec 2026 • 4 min read
Wer ist Gott?
Undefinierbare höhere Macht vs. konkrete, liebende Persönlichkeit
Stefano

Mit anderen Menschen über Gott zu sprechen, ist ein echtes Abenteuer. Vielleicht kennst du Sätze wie: „Ich glaube schon, dass es da etwas Höheres gibt … Gott ist doch einfach eine Kraft und irgendwie in allem drin.“ Das vermittelt eine gewisse Spiritualität und passt super in unsere Zeit, in der man für Übersinnliches zwar sehr offen, gegenüber einem konkreten Gott aber sehr verschlossen ist. Die Frage ist aber: Wer ist Gott wirklich? Unser Glaube wird nur dann tragfähig sein, wenn er sich auf den lebendigen Gott stützt. Ein mehr oder weniger selbst kreiertes Gottesbild kann uns keinen echten Halt geben – ganz egal, wie überzeugend wir es selbst vielleicht finden. Nichts wird dein Denken und Handeln mehr prägen als dein Bild von Gott! Lass uns also mal den Kopf von all unseren selbstgemachten Vorstellungen entrümpeln und ganz oldschool schauen, was die Bibel eigentlich über Gott sagt …
Zunächst einmal erfährst du da, dass du Gott selbst dann nicht sehen wirst, wenn du der größte Astronaut wärst und die krassesten Expeditionen in den Weltraum machtest. Gott ist Geist. Eigentlich ist das auch logisch, wenn du dir bewusst machst, dass Gott, wenn er auf einen physischen Körper beschränkt wäre, niemals allgegenwärtig (also an allen Orten gleichzeitig) sein könnte. Gott ist unsichtbar und wurde einzig und allein „greifbar“ in dem Menschen Jesus Christus.
Die Bibel offenbart uns aber noch etwas Großartiges: Gott ist Person. Das heißt, er hat einen Charakter. Er denkt, er fühlt, er handelt, er kommuniziert – er hat all diese Eigenschaften, die eine Person ausmachen. Und auch das ist logisch, wenn du bedenkst, dass du selbst im Bild Gottes geschaffen bist. Ein Stück weit kannst du von dir selbst Rückschlüsse auf den lebendigen Gott ziehen. Wenn du selbst eine Person bist, wie könnte Gott dann eine unpersönliche Kraft in Bäumen und Steinen sein? Wenn dir Gott hingegen als Person präsent ist, darfst du daraus folgern, dass du im Gebet zu einem Gegenüber kommst, der Interesse und Empfindungen für dich hat. Es macht also einen fundamentalen Unterschied, ob du an den lebendigen Gott oder an die sogenannte „Kraft des Universums“ glaubst.
Natürlich ist Gott viel größer als wir Menschen. Die Bibel stellt klar, dass seine Größe über alles hinausgeht, was wir uns vorstellen können. Auch sind seine Wege so erhaben, dass wir sie hier auf der Erde nie ganz kapieren werden. Aber was wir von seiner Person erkennen, daran dürfen wir uns freuen und danach dürfen wir leben. Um eine Person kennenzulernen, müssen wir uns aber mit ihr beschäftigen. Und da kommen wir an einen heiklen Punkt. Denn oft lesen wir die Bibel in erster Linie, um das herauszufischen, was uns in aktuellen Alltagsfragen weiterbringt und weniger, um tatsächlich Gott als Person besser kennenzulernen.
Das Schöne ist, dass unser Leben auf dieser Erde niemals ausreichen wird, um die Fülle von Gottes herrlicher Person auszuschöpfen. Aber lass uns am Ende noch ein paar Eigenschaften anschneiden, die große Freude an Gott machen. Erstens: Gott ist perfekt. Zweitens: Gott ist unveränderlich. Das ist einfach wunderbar! Seine Unveränderlichkeit ist ein ganz besonderer Vorzug seiner Person. Würde er sich nur ein kleines bisschen ändern, wäre er nicht mehr perfekt. Aber da er unveränderlich ist, haben wir in unserer schnelllebigen Zeit eine ewige Konstante, die niemals wankt. Daher brauchen wir auch nicht denken, dass wir die Bibel in irgendeiner Weise anpassen müssten. Drittens: Gott ist allwissend. Sei mal ehrlich: Willst du, dass dein Gegenüber, sei es ein Freund oder Verwandter, allwissend ist? Dass er alles aus deinem Leben sieht? Dass er all deine Gedanken kennt, alles was du am Tag gemacht und auch nicht gemacht hast? Gott sieht das alles und er liebt dich trotzdem! Und diesen genialen, großartigen Gott dürfen wir kleine, fehlbare Menschen kennenlernen; wir können eine ganz persönliche Beziehung zu ihm haben. Wenn das mal kein Grund zum Danken ist!
„Denn ich, der HERR, ich verändere mich nicht.“ Maleachi 3,6
„Er [Jesus Christus] ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.“ Kolosser 1,15
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