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11 Nov 2026 • 3 min read

Wie die Kirche ihre Macht missbrauchte

…  als der Papst unfehlbar und die Erde noch eine Scheibe war

  • Stefano
    Stefano

Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt.” – Was heutzutage wie ein grotesker Witz klingt, war im Mittelalter knallharte Realität: Menschen bezahlten Unmengen an Geld, um ihre Seelen und die ihrer Liebsten von der Strafe Gottes freizukaufen”. Wie war es nur zu so einer schrecklichen Irrlehre gekommen? Wenn wir uns dieses Stück Kirchengeschichte kritisch anschauen, kapieren wir später besser, wie es zu den falschen Prägungen der postmodernen Zeit, in der wir leben, gekommen ist. Also reisen wir mal gut tausend Jahre zurück ...

In den Hauptrollen unseres Dramas haben wir machtgierige Menschen und natürlich den Teufel höchstpersönlich. Eine grausame Kombination! Folgendes war passiert: Die Machthaber der Kirche hatten es geschafft, das Christentum zur einflussreichsten Macht in Gesellschaft und Politik zu machen. Was erst einmal gar nicht so schlimm klingt, war letztlich Mittel zu einem furchtbaren Zweck: Das Volk sollte manipuliert und kontrolliert werden. Die Menschen glaubten damals stark daran, dass Gott existiert und es eine verbindliche Wahrheit über ihn gibt. Das ist erst einmal sehr erfreulich. Doch wo meinte man diese Wahrheit zu finden? Logisch – in der Kirche! Die Gutgläubigkeit der Menschen und ihr Vertrauen in die Kirche nutzte diese dann aus, um sich selbst zu bereichern. Das klappte jahrhundertelang prima. Grund dafür war aber nicht nur, dass die Leute damals kein Internet hatten. Kaum vorstellbar, aber etwas anderes war noch schlimmer: Das allgemeine Volk hatte kein Testverfahren, um die Lehren und Handlungen der Kirche zu überprüfen. Die Bibel existierte zwar, doch ihre Lektüre war Priestern und Bischöfen vorbehalten. Und die lasen daraus in den Gottesdiensten nur auf Latein vor. Nun ist Latein nicht erst seit unserem Schulunterricht eine tote Sprache – verstanden hat sie damals schon kaum jemand. Das passte den Machthabern gut in den Kram, denn so konnten sie die biblischen Wahrheiten weiter in Lügen verdrehen und die Menschen damit kontrollieren.

Du denkst, diese alten Storys sind für uns nicht mehr relevant? Und wie sie das sind! Sie zeigen uns, wie dankbar wir sein können, durch den Herrn Jesus direkten Zugang zu Gott haben. Und wie wichtig es ist, an dieser christlichen Grundwahrheit festzuhalten. Denn in jeder Epoche hat es Menschen gegeben, die versucht haben, sich durch eine vermeintliche Mittlerfunktion” an die Stelle Gottes zu setzen. Die Folgen davon waren jedes Mal katastrophal.

Aber auch für unseren praktischen Alltag lernen wir etwas ganz Entscheidendes: Alles, was uns an angeblichen Wahrheiten” begegnet, müssen wir anhand der Bibel prüfen. Ohne diesen Prüfstein sind wir total manipulierbar. Wenn wir uns das klarmachen, können wir von Herzen dankbar sein für den Reichtum, den Gott uns durch sein ewig gültiges und von allen Kulturen und Trends unabhängiges Wort schenkt.

„Prüft aber alles, das Gute haltet fest.” 1. Thessalonicher 5,21

„Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke völlig geschickt.” 2. Timotheus 3,16–17

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