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01 Aug 2026 • 5 min read

Wohin geht der Mensch?

… und warum „High-Sein“ total biblisch ist.

  • Stefano
    Stefano

Es ist schon eigenartig: Da leben viele Menschen fast ein ganzes Jahrhundert lang, doch wenn man sie fragt, was denn eigentlich das Ziel ist, zu dem sie Jahr für Jahr unterwegs sind, dann schaut man in verständnislose Gesichter. Natürlich fallen jedem Menschen ein paar individuelle Lebensziele ein: Haus, Auto und Familie sind da die Top-Favoriten. Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel! Aber wenn wir ehrlich sind, überzeugt diese Antwort nicht besonders. Und das braucht sie auch nicht. Denn die Bibel zeigt ganz klar: Es gibt mehr! Du darfst – und sollst! – das wahre Ziel deines menschlichen Daseins kennen, denn diese Erkenntnis wird dein Leben fundamental prägen. Also, lass es uns wagen …

Die Bibel sagt sehr deutlich, dass es für jeden Menschen nach seinem irdischen Leben weitergeht – für die, die Christus als ihren Retter kennen, im Himmel und für die, die Christus als ihren Retter abgelehnt haben, in der ewigen Finsternis – ein Ort, den die Bibel Hölle nennt. Das ist eine ernste Sache, die uns antreiben sollte, den Menschen um uns herum von dem Herrn Jesus und seinem Werk am Kreuz zu erzählen. Das müssen wir immer auf dem Schirm haben!

Doch zurück zur Eingangsfrage bezogen auf uns Christen, denn das allein hat schon Potenzial, ganze Bücher füllen. Tatsächlich könnte das Ziel für uns nicht schöner sein: Wir sind für den Himmel bestimmt! Unser Ziel ist es, in Ewigkeit zusammen mit unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus im Haus des himmlischen Vaters zu wohnen. Kurz vor seiner Verhaftung in Gethsemane ist der Herr Jesus noch zusammen mit seinen Jüngern im Obersaal. Im Johannes-Evangelium ab Kapitel 14 können wir da von dem herrlichen Trost lesen, den der Herr seinen verunsicherten Jüngern (und damit auch uns heute) für die Zeit nach seiner Rückkehr in den Himmel mitgab. Die Jünger fragten sinngemäß, was denn nun aus ihnen würde und die Antwort des Herrn war sehr klar: Er würde ihnen dort eine Wohnung fertig machen, wo Gott, der Vater, der ewig Seiende, immer schon gewohnt hat und wohnen wird. Der Herr Jesus wusste, dass er durch seinen Weg über das Kreuz und durch sein Eingehen als Mensch in den Himmel die Möglichkeit schaffen würde, dass auch andere Menschen in Gottes ewiges Zuhause kommen können. Diese wunderbare Zuversicht, die die Jünger damals hatten, ist dieselbe, die du als Christ heute haben darfst. Durch deine Umkehr zu Gott und das neue Leben, das er dir geschenkt hat, hat sich dein kompletter Status geändert. Du hast sozusagen einen neuen Pass bekommen und bist jetzt Himmelsbürger. Da passt es auch, dass wir als Gläubige in der Bibel oft als „Fremdlinge“ bezeichnet werden – ist ja total logisch, denn unsere Heimat ist nun nicht mehr die Erde.

Doch obwohl das wunderschön ist und in der Bibel auf sehr klare Weise herausgearbeitet wird, gibt es in der Christenheit auch diejenigen, die ihren Erdenpass nicht so gerne abgeben möchten. So ganz nach dem Motto: „Naja, Himmel, schön und gut, irgendwann vielleicht mal … aber jetzt lebe ich ja auf der Erde und da möchte ich die Welt verändern.“ Das klingt erstmal ganz cool. Die Leute, die die Welt gewissermaßen „christlicher“ machen möchten, haben oft auch eine gute Absicht. So wird viel Energie aufgewendet, um beispielsweise für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen. Gerne werden solche Maßnahmen auch damit begründet, dass man ja „im Sinne Gottes“ handle. Aber ein guter Zweck heiligt niemals die Mittel, die Gott nicht zur Verwendung vorgesehen hat. Glücklicherweise ist Gott nämlich nicht pragmatisch. Denn wenn wir die Bibel aufrichtig lesen, dann wird klar: Ja, es wird eine Zeit geben, in der wahre soziale Gerechtigkeit herrschen wird; eine Zeit, in der alle unsere menschlichen Probleme auf eine wunderbare Weise gelöst sein werden; eine Zeit, in der alle Fragen, an denen sämtliche Politiker gescheitert sind, beantwortet sein werden. Es wird die Zeit sein, wenn Jesus zum zweiten Mal auf die Erde kommen wird, dieses Mal in großer Macht und Herrlichkeit. Er wird als König im 1000-jährigen Reich Gottes regieren und wir Gläubigen dürfen vom Himmel aus mitregieren – ist das nicht gewaltig?

Doch diese Zeit, in der die Herrlichkeit und Gerechtigkeit von Christus öffentlich sichtbar sein werden, ist noch zukünftig. Sie wird kommen – und zwar sehr bald! – doch solange wir Gläubigen noch hier auf der Erde sind, herrscht Gott noch nicht öffentlich sichtbar, sondern in den Herzen seiner Jünger.

Ganz praktisch bedeutet das: Wir sollen uns nach Veränderung, Frieden und Gerechtigkeit sehnen und dies in unserem persönlichen Leben aus der Kraft Gottes heraus auch leben. Doch unser Auge soll dabei ganz klar auf den verherrlichten Christus im Himmel gerichtet sein, bei dem wir die Ewigkeit verbringen werden. Die Grundsätze des Herrn Jesus auf der Erde gesellschaftlich durchzusetzen, ist Amtsanmaßung und entspricht nicht dem großen Konzept Gottes. Wir versuchen dann, eine Welt die Christus nicht haben will, etwas christlicher zu machen. Da verhalten wir uns in etwa so wie Petrus, als er bei der Verhaftung von Jesus dem Knecht des Hohenpriesters das Ohr abschlägt. Gut gemeint – und doch daneben, im doppelten Sinn. Wenn wir stattdessen wirklich begreifen, in was für eine Herrlichkeit uns Christus einführt, werden wir uns nie mehr nach der Erde sehnen und mit großer Freude den vergänglichen Pass unser irdischen Existenz gegen den ewig gültigen himmlischen Pass eintauschen.

„In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seiet.“ Johannes 14,2–3

„Unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten.“ Philipper 3,20

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