Warum zeigt Gott sich nicht?
Vielleicht kennst du Gespräche, in denen dir gesagt wird: „Wenn es diesen Gott gibt, dann soll er sich mal zeigen.” Doch wie kann Gott - der Geist ist - sich den Menschen zeigen? Gott wählt 3 Wege, wie er sich den Menschen zeigt. In Fachausdrücken heißt das „Kreation, Intervention und Inkarnation”. Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Lass uns gemeinsam sehen, wie Gott sich den Menschen zeigt …
Hast du dich schonmal gefragt: Warum zeigt Gott sich eigentlich nicht?
Gute Frage. Gehen wir mal zurück an den Anfang.
Gott und Mensch leben in einer perfekten Beziehung. Das ist erstaunlich, denn Gott ist Geist und der Mensch Materie. Trotzdem ist die Verbindung möglich, weil der Mensch von Gott einen Geist bekommen hat.
Doch dann wendet sich der Mensch von Gott ab und diese geistliche Verbindung ist zerstört.
Und jetzt? Wie kann Gott, der Geist ist, sich dem Menschen zeigen?
KREATION
Gott zeigt – oder man könnte auch sagen, er offenbart sich – uns Menschen auf verschiedene Art und Weise:
Er hat uns die Schöpfung gegeben. Sie zeigt uns, dass es einen Schöpfer geben muss und wer wir sind: Geschöpfe.
Er hat uns auch die Zeit gegeben, in der sich die Weltgeschichte nach wiederholenden, geordneten Pattern abspielt: Dies zeigt uns, dass unsere Herkunft und unser Ziel kein Zufall sind.
Gott hat uns aber auch etwas Immaterielles, also etwas nicht Greifbares, gegeben: das Gewissen. Ein moralischer Kompass, der uns zeigt, wozu wir geschaffen sind: zum Leben in einer Beziehung zu einem moralischen Gegenüber.
INTERVENTION
Durch diese 3 Wege, macht Gott sich schon sehr bemerkbar.
Aber Gott wird noch deutlicher und greift in die Schöpfung ein.
Um absolut klar zu zeigen, dass der mächtige Schöpfer spricht, befähigt er Menschen, Naturgesetze außer Kraft zu setzen.
Um zu zeigen, dass der Regisseur der Geschichte spricht, ließ er Propheten Ereignisse Jahrhunderte vorher ankündigen, die dann auch so eintraten.
Um zu zeigen, dass der moralische Gegenüber spricht, gibt er das Gesetz, das an das Gewissen jedes Menschen appelliert.
INKARNATION
Aber Gott geht noch weiter. Er greift nicht nur ein, nein, er tritt sogar ein. In Jesus Christus wird Gott Mensch und beweist, dass der Schöpfer spricht, indem er die Naturgesetze außer Kraft setzt.
Durch sein Kommen, Leben und Sterben teilt er die Geschichte in vor- und nach-Christus.
Als Gesetzgeber lebt er perfekt und erfüllt alle Gebote im Detail, trotzdem stirbt er und macht dadurch die zerstörte Beziehung zu Gott wieder möglich.
FAZIT
Also: Gott spielt nicht verstecken, sondern er hat sich auf jede erdenkliche Weise gezeigt.
Das alles wurde in Dokumenten festgehalten, die jeder Mensch objektiv überprüfen kann. Diese Schrift-Sammlung – wir nennen sie die Bibel – stimmt völlig überein mit der Schöpfung, der Weltgeschichte und unserem Gewissen. Sie ist die Offenbarung Gottes.
Es ist nicht schwer, Gott zu sehen. Wer die Bibel aufschlägt, schaut ihm in die Augen und vielleicht sogar in sein Herz.